Checkliste für eine erfolgreiche Bewerbung
Das sollten Sie vermeiden!
Übernehmen Sie keine Vorlagen ganz genauso aus Ratgeberbüchern oder von Formularen aus dem Schreibwarenhandel. Personalchefs kennen meist die einschlägigen Bücher und Hinweise. Schlimmstenfalls sagen Sie Ihnen das Buch inklusive Seite, aus dem die Vorlage stammt. Peinlich!
Kontrollieren Sie Ihr Bewerbungsanschreiben lieber einmal zuviel. Richtige Ansprechpartner eingetragen? Schwierige Namen des Personalchefs sollten Sie sich während des ersten Telefonates buchstabieren lassen. So schreiben Sie Ihren Ansprechpartner korrekt. Vorsicht bei Serienbriefen, es könnte noch der Ansprechpartner der Konkurrenzfirma im Bewerbungsanschreiben stehen.
Prüfen Sie die Termine! Sind alle Angaben aktuell? Ist das Datum aktuell? Peinlich wird es, wenn man im August eine Bewerbung abschickt, bei der das Bewerbungsanschreiben auf Januar datiert ist.
Falsche Firma? Das ist ein totales No-Go. Ebenso wie die Berufsbezeichnung samt Motivation zur ausgeschriebenen Stelle korrekt sein müssen, darf auch die Konkurrenzfirma nicht im Adressfeld stehen. Es ist peinlich, sich bei einer Baufirma als Fleischer zu bewerben. Aber noch unangenehmer ist es, wenn - z. B. bei einem Serienbrief - die vorherige Firma nicht ausgetauscht wurde und der Personalchef dies mitbekommt. Chance verspielt!
Ist in der Bewerbungsmappe alles enthalten, was für den Beruf erforderlich ist? Mit 45 und nach knapp 30 Berufsjahren muss nicht mehr das Abschlusszeugnis der 10. Klasse beiliegen. Auch sämtliche Schweißerpässe interessieren nicht bei einer Bewerbung als Bauhelfer. Der Lebenslauf (siehe (Muster Lebenslauf) sollte zwei Seiten nicht überschreiten, denn Personalentscheider bekommen mehrere Bewerbungen auf eine Stelle, nicht selten mehre Hunderte. Ein zu üppige Bewerbung fordert viel Aufmerksamkeit und Zeit und verringert die Chance auf die Stelle.
Niemals mit Selbstdarstellungen übertreiben! Stärken sind gut und schön, aber zu viele Superlative, wie „der Beste“, „der Geeignetste“ usw. stoßen den Personalchef ab. Er wird Sie vermutlich spätestens beim Vorstellungsgespräch - wenn es dazu kommt - genau unter die Lupe nehmen und Ihnen mehr Fragen als üblich über Ihre wirklichen Qualifikationen stellen. Angeben ist ein klarer Minuspunkt, Ehrlichkeit ist gefragt.
Sie haben den Namen des Ansprechpartners vergessen? Viele Personalentscheider stoßen sich daran, wenn keine korrekte Anrede vorhanden ist, sondern sowohl im Empfängerfeld (Damen/Herren) als auch in der Anrede ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ steht. Deshalb im Vorfeld genau erkundigen, Webseite des Unternehmens besuchen, notfalls in der Personalabteilung noch einmal anrufen oder eine Vertrauensperson bitten, dies zu tun.
Sie sind zum Bewerbungsgespräch eingeladen? Glückwunsch! Jetzt sollten Sie unbedingt darauf achten, nicht zu spät zu kommen, aber auch nicht eine halbe Stunde vor dem Termin. Zehn Minuten vor dem Bewerbungsgespräch ist eine vernünftige Uhrzeit, um noch einmal durchzuatmen, Werbung des Unternehmens vor Ort zu beachten und entspannt ins Bewerbungsgespräch zu gehen.
Handy ausschalten während des Bewerbungsgespräches! Was eigentlich selbstverständlich klingt, ist für einige, besonderes jüngere Menschen ein Problem. Doch es stört Personalentscheider erheblich, wenn der potentielle Arbeitnehmer mehr Interesse an SMS-Nachrichten und Anrufen zeigt als am Bewerbungsgespräch. Auch das nervöse Suchen nach dem Handy und das Wegdrücken des Anrufers regen Personalchefs auf. Deshalb gar nicht erst so unangenehme Situationen heraufbeschwören und - Handy aus!
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